Neue Unterkunft in Amelsbüren – Bericht vom Infoabend am 7.1. 2016

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Am 7.1. luden Sozialamt und Caritas zur Besichtigung des neu errichteten Containers an der Deermannstarße 26 in Amelsbüren ein. Zahlreiche Amelsbürener kamen der Einladung nach und schauten sich die Räumlichkleiten für die Flüchtlinge an, die voraussichtlich am 18. Januar dort einziehen. Anschließend konnten die Interessierten im Vereinslokal „Auszeit“ von DJK GW Amelsbüren Fragen an die Verantwortlichen stellen. 

Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und Caritas-Abteilungsleiter Bernhard Paßlick begrüßten die Anwesenden kurz; Thomas Schulze auf`m Hofe, Fachstellenleiter des Sozialdiensts für Flüchtlinge, informierte über die neue Einrichtung. Die Deermannstarße 26 ist als vorübergehende Einrichtung geplant (es folgt ja noch eine feste Einrichtung einige Meter weiter), aber wie lange die Menschen dort bleiben werden, konnte auch er nicht sagen.

Familien aus verschiedenen Nationen werden dort einziehen, insgesamt 50 Menschen. Den neuen Bewohnern stehen Kücheneinrichtungen sowie mehrere Waschmaschinen und Trockner zur Verfügung, jede Familie wird eine Erstausstattung erhalten (und benötigt daher keine Möbel und Kleidung!).

Die Caritas ist Träger der Einrichtung, ein Sozialarbeiter und ein Hausmeister mit jeweils 50% Stellenumfang werden dort tätig sein.

Die neuen Bewohner sollen erst einmal ankommen, so die Verantwortlichen, im Februar könnte es wahrscheinlich ein Treffen für interessierte Ehrenamtliche geben. Stefan Leibold vom Flüchtlingsnetzwerk stellte die interaktive Homepage vor, über die die Koordination von Ehrenamtlichen schwerpunktmäßig erfolgen soll.

Ansprechpartner für die neue Einrichtung werden Sozialarbeiter Alexander Parchow, der zweimal pro Woche eine feste Sprechstunde anbietet; für die Bewohner im Pfarrhaus löst Christoph Tebel Indra Bünz als Ansprechpartner ab.

In der Diskussion ging es um verschiedene Fragen rund um die Integration der Neuankömmlinge; möglichst schnell sollen Deutschkurse angeboten werden, für die Kinder gilt die Schulpflicht. Für jüngere Kinder soll es übergangsweise niedrigschwellige Betreuungsangebote durch das Jugendzentrum Black Bull, den Sportverein GW Amelsbüren u.a. geben.

Magdalene Faber, Leiterin der Stadtteilbibliothek, verwies auf die geplante Praktikumsbörse und die Möglichkeit für Flüchtlinge, in der Stadtteilbibliothek einen kostenlosen Ausweis zu bekommen

Sarah Bange, Bereichsleiterin für Integration und Migration, bot Hilfe bei rechtlichen Fragen und kündigte Fortbildungen für Ehrenamtliche an.

Thomas Schulze auf`m Hofe verwies auf die Schwierigkeiten für Flüchtlinge, auf dem Wohnungsmarkt in Münster Wohnraum zu finden; Heike Witzel vom Flüchtlingsnetzwerk verwies auf die Möglichkeiten des Projekts „Wohnen für Hilfe“, bei dem Senioren gegen Hilfe im Haushalt Jüngeren Wohnraum anbieten.

Ansprechpartner für Ehrenamtliche vor Ort in Amelsbüren ist Diakon Reinhard Boywitt. Heißen wir die neuen Nachbarn herzlich willkommen!